Mandatsverschiebungen
bei der Nationalratswahl 1995

Das vorläufige Endergebnis der Nationalratswahl 1995 lautet nach Auskunft der Hauptwahlbehörde beim Bundesministerium für Inneres vom 29. Dezember 1995 folgendermaßen:


SPÖ ÖVP FPÖ Grüne LIF
Stimmen 1843679 1370498 1060175 233234 267080
Mandate 71 53 40 9 10

Es stellt sich jetzt die Frage, wie stark abgesichert diese Mandatszahlen sind. Anders formuliert fragen wir, welche Stimmenänderumgen bewirken könnten, daß sich auch noch die Mandatszahlen ändern.

Das wichtigste Ergebnis dieser Analyse lautet:

Das 53. ÖVP-Mandat ist extrem schwach abgesichert. Wenn sich nur 13 Stimmen von der ÖVP zur FPÖ verschieben, dann verschiebt sich auch noch ein Mandat von der ÖVP zur FPÖ.

Eine derartige Analyse nennt man auch Sensitivitätsanalyse. Wir wollen jetzt eine detailliertere Sensitivitätsanalyse für das Endergebnis der Nationalratswahl 1995 durchführen.

Die nächste Tabelle zeigt, wie stark abgesichert die einzelnen Mandate sind.


SPÖ ÖVP FPÖ Grüne LIF
Stimmen 1843679 1370498 1060175 233234267080
Mandate 71 53 40 9 10
Mandatsgewinn
Stimmen 2466 4130 13 16923 8093
von Grüne Grüne ÖVP LIF Grüne
Mandatsverlust
Stimmen 2843 13 19191 421 6834
an FPÖ FPÖ LIF FPÖ FPÖ

Die SPÖ würde also ein weiteres Mandat (von der Grünen) gewinnen, wenn sie 2466 Stimmen mehr und die Grünen 2466 Stimmen hätten. Andererseits hätte Sie ein Mandat weniger (und die FPÖ ein Mandat mehr), wenn sie 2843 Stimmen weniger und die FPÖ diese 2843 Stimmen mehr hätte.

Hier eine umfangreichere Tabelle, die "jeden mit jedem" vergleicht.


SPÖ ÖVP FPÖ Grüne LIF
SPÖ
18027 2843 23176 16071
ÖVP 7687
13 21327 14379
FPÖ 23085 25847
25448 19191
Grüne 2466 4130 421
8093
LIF 9671 11209 6834 16924

Die SPÖ-Zeile gibt an, wieviele Stimmen man von der SPÖ zu einer anderen Partei verschieben müßte, damit die SPÖ ein Mandat weniger und die jeweils andere Partei ein Mandat mehr erhält. Spaltenweise gelesen gibt diese Tabelle natürlich an, mit wievielen Stimmen von einer anderen Partei die im Spaltenkopf genannte Partei ein Mandat von der jeweils anderen Partei gewinnen könnte.


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Autor: Erich Neuwirth
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