Pensionsfinanzierung
in der Zukunft:
Verschiedene Szenarien

Dieses Dokument soll eine interaktive Hilfe sein, mit der man die Auswirkungen von Änderungen des Pensionseintrittsalters untersuchen kann.

Um mit der Tabelle, die in das Dokument eingebettet ist, selbst zu rechnen, müssen Sie Microsoft Excel 5.0 (oder höher) auf Ihrem Rechner installiert haben.

Die wichtigste Kennzahl, nach der man beurteilen kann, ob ein Pensionssystem finanzierbar ist oder nicht, ist die Belastungsquote. Die Belastungsquote berechnet man im Prinzip folgendermaßen (als Bruch):

Anzahl der Pensionisten / Anzahl der Erwerbstätigen

Wir rechnen allerdings nicht mit genau dieser Zahl. Statt dessen benutzen wir die sogenannte Altersquote, also das Verhältnis der Anzahl Personen im Pensionsalter zu der Anzahl der Personen im Erwerbsalter.

Datenbasis unseres Modells sind die Zahlen der Wohnbevölkerung Österreichs laut Volkszählung 1991. Diese Zahlen liegen nach dem Alter gegliedert vor, wir wissen also, wieviele 20-jährige, wieviele 21-jährige usw. es im Jahr 1991 gegeben hat.

Wenn außerdem annehmen, daß das durchschnittliche Berufseintrittsalter 20 Jahre und das durchschnittliche Pensionseintrittsalter 58 ist, dann erhalten wir die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter, indem wir die Zahlen der 20- bis 57-jährigen addieren. Die Zahl der Personen im Pensionistenalter erhalten wir, indem wir die Zahlen der 58-, 59- .... - jährigen addieren.

Allerdings ist dieses Modell aus mehreren Gründen zu einfach.

Daher bietet unser Modell die Möglichkeit, alle diese Werte numerisch zu ändern. Sie können also jeweils getrennt für Männer und Frauen das Berufseintrittsalter, das Pensionseintrittsalter und den Anteil der Erwerbstätigen an der Gruppe der Erwerbsfähigen selbst festlegen. Dazu können Sie diese Werte entweder über die Tastatur eintippen oder mit einem Schieberegler verstellen.

Der Anteil der Erwerbstätigen ist nicht die Erwerbsquote, wie sie normalerweise in statistischen Publikationen (beispielsweise des statistischen Zentralamts) ausgewiesen wird. In unserem Modell rechnen wir mit dem Anteil der tatsächlich Erwerbstätigen an den Personen im erwerbsfähigen Alter (also beispielsweise mit dem Anteil der Erwerbstätigen innerhalb der Gruppe der 20- bis 58-jährigen). Die offizielle Erwerbsquote gibt den Anteil der Erwerbstätigen an der gesamten Wohnbevölkerung (inklusive Kindern und Pensionisten) an.

Ergebnis der Modellrechnung ist eine Tabelle und eine Graphik der Entwicklung der Altersquote von 1991 bis 2025 unter Berücksichtingung der Erwerbsquote und des Berufseintrittsalters und des Pensionseintrittsalters. Tabelle und Graphik stellen die Varianten, die Sie durch die Wahl der Paramaterwerte generieren, den derzeit aktuellen Werten (also unter den derzeitigen Rahmenbedingungen für Altersgrenzen und Erwerbsquoten) gegenüber.

Für diese Abschätzung der Entwicklung wird die allgemeine österreichische Sterbetafel 90/92 (publiziert vom Statistischen Zentralamt) verwendet. Diese Tabelle gibt für jede Altergruppe an, welcher Prozentsatz innerhalb eines Jahres stirbt. Daher kann man beispielsweise berechnen, wieviele 20- jährige des Jahres 1991 im Jahr 1992 noch (als 21-jährige) leben. Damit kann man die Bevölkerung ausgehend von der Volkszählung 1991 fortschreiben und daher auch eine Fortschreibung der Belastungsquote berechnen.

Das Programm (bzw. die Tabelle mit Graphik), das Sie sich gleich auf Ihren Rechner laden können, benötigt Microsoft Excel 5.0, 95 oder 97.

Damit Sie es verwenden können, müssen Sie außerdem noch Ihrem Web-Browser (beispielsweise Netscape) mitteilen, daß Excel gleich mit dieser Tabelle gestartet werden soll. Bei neueren Versionen von Netscape ist das relativ einfach. Wenn Sie das Link, auf das Sie gleich stoßen werden, anklicken, dann sagt Ihnen Netscape, daß sie noch keinen Viewer oder keine Helper Application für File type

application/x-msexcel

konfiguriert haben.

Sie müssen jetzt den Knopf Configure a Viewer anwählen. Im nächsten Bildschirm müssen Sie dann angeben, wie auf Ihrem System Excel gestartet wird. Sie können also entweder von Hand aus den Exel Aufruf (etwa c:\excel\excel.exe) eintippen oder mit dem Browse-Knopf Excel auf Ihrer Festplatte suchen und anklicken.

Dann lädt Netscape Excel und startet es sofort mit unserem kleinen Modell.

Dieses Modell erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und absolute Exaktheit. Es berücksichtigt zum Beispiel Zuwanderung auf keine Art und Weise. Es soll nur zeigen, in welche Richtung und wie stark Änderungen des Pensionseintrittsalters sich in verschiedenen Szenarien auf die Belastungsquote auswirken können.
Eine weitere Modellvereinfachung besteht darin, daß im Modell der Anteil der Pensionisten (also der tatsächlichen Pensionsbezieher) an den Personen im Pensionsalter als gleich mit dem Anteil der Erwerbstätigen an den Personen im erwerbsfähigen Alter angesetzt wird.
Dadurch berücksichtigt das Modell beispielsweise nicht, daß möglicherweise (aufgrund geänderter sozialer Bedingungen wie besseren Ausbildungsmöglichkeiten) bei den Frauen der Anteil der erwerbstätigen Frauen an den Frauen im erwerbsfähigen Alter höher ist als der Anteil der Pensionistinnen (also der tatsächlichen Pensionsbezieherinnen) an den Frauen im Pensionsalter.

Außerdem benötigt man für dieses Modell die Geburtenzahlen für die Jahre 1992 bis 2025. Da diese Zahlen natürlich noch nicht zur Verfügung stehen, verwendet das Modell einfach die Geburtenzahlen des Jahres 1991 auch für die weiteren Jahre.

Sie können jetzt das Modell für Excel 5 und 95 oder für Excel 97 auf Ihren Rechner laden und mit der Analyse beginnen.
Die Startwerte, die Sie sehen, wenn Sie das Modell starten, entsprechen ungefähr den derzeitigen österreichischen Gegebenheiten.


Autor: Erich Neuwirth

Spezieller Dank geht an Dr. Gerhard Majce für wichtige mittlerweile berücksichtigte Verbesserungsvorschläge.


Erich Neuwirth (erich.neuwirth@univie.ac.at) Last Change EN 971023

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